À la carte

Herbstliches Wetter zu à la carte

Vor der Sparkasse riecht es nach frisch gebackenem Brot. Das lockt gleich zu Beginn von „Wermelskirchen à la carte“ die ersten Besucher an. „Das nehmen wir mit“, heißt es immer wieder, und Bäckermeister Uli Herrmann muss stetig nachlegen. Auch Christian Warnke vom Hotel zum Schwanen hat gut zu tun, denn auch die leckeren Flammkuchen kommen aus dem rollenden Holzofen, der beim verkaufsoffenen Sonntag für Begeisterung sorgt. Ein Stück weiter gibt es Käse, Wein und Crêpes bei den Städtepartnern von Loches, Reibekuchen bei Müllers Mahlzeit und Backfisch bei der Seniorenunion. Verpflegungstechnisch kommt keiner zu kurz, auch wenn einige Aussteller aufgrund des schlechten Wetters am Morgen abgesagt haben. „Damit steht und fällt alles“, weiß WiW-Geschäftsstellenleiterin Tina Jörgens. Durch die Telegrafenstraße fegt zwar ein kalter Wind, aber wider Erwarten ist es den ganzen Nachmittag über trocken. Und die Besucher kommen, es wird voller. Vor allem in den Geschäften.

Zählscheine und Rabatte

In der „Winterwelt“ bei Sweetex funkelt es. Es gibt wunderschöne Dekoration, vielerlei Leckeres und vor der Tür einen wärmenden Glühwein. Das Ladenlokal ist voll und Inhaber Jörg Michels rundum zufrieden. Die ersten Zählscheine gehen über die Theke. Ein Faktor, der den Umsatz ankurbelt. „Unsere Kunden warten auf den Start der Zählscheinaktion“, weiß Stefan Rojewski von male. Er verkauft Jacken und Mäntel, muss immer wieder Ware aus dem Lager holen. „Die verkaufsoffenen Sonntag sind wichtig für uns und bringen auch die Männer, die dann Zeit haben, ins Geschäft“, weiß der erfahrene Einzelhändler. Und natürlich locken auch die satten Rabatten, mit der die Neuanschaffungen für die Saisonware leichter fällt.

Wie warme Semmel

In den Buchhandlungen gibt es Lesestoff für die dunkle Jahreszeit, in den Parfümerien werden die ersten Geschenke erworben. Trickdieb Giovanni Alecci verzaubert große und kleine Besucher, am Stand von Franks Fahrschule kann man am Glücksrad gewinnen und Informationen zum Führerschein bekommen. Zum Aufwärmen ist ein Besuch in den Bürgerhäusern bei den Kreativen des Kunstvereines angesagt. „Die, die hier waren, haben es nicht bereut“, sagt der zufriedene WiW-Vorsitzende André Frowein zum Abschluss eines trockenen Tages und holt sich noch ein paar Quarkbällchen bei Uli Herrmann, der neben 150 Kartoffelbroten auch rund 1000 Kleingebäcke verkauft hat. All das ging nämlich weg wie warme Semmel.

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